Terroranschläge vor der Bundestagswahl
03.07.09
Aktion Störtebeker: Anschlag auf die Rügenbrücke
Klaus Scheld veröffentlicht Thriller zur Bundestagswahl 2009
Deutschland im Juli 2009: Die Sicherheitsbehörden warnen eindrücklich vor einer Serie von Anschlägen im Vorfeld der bevorstehenden Bundestagswahl. Eine El Kaida-Kommandoeinheit, die in Pakistan im letzten Jahr in einem Terrorcamp ausgebildet wurde, ist nach Geheimdienst-Erkenntnissen bereits nach Westeuropa eingesickert und will mit ihren Attacken den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan erzwingen.
In seinem Krimi-Debüt „Aktion Störtebeker“ hat der Autor Klaus Scheld genau ein solches Szenario auf die Insel Rügen verlegt. Mitten im Wahlkreis der deutschen Bundeskanzlerin soll das jüngste Wahrzeichen von Deutschlands größter Insel – die neue Rügenbrücke – in Schutt und Asche gelegt werden. Für Kommissar Kurt Bratfisch von der Kripo in Stralsund beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit. Als er das Bekennerschreiben einer „Aktion Störtebeker“ entdeckt, die sich gegen den Anti-Piraten-Einsatz der Bundesmarine am Horn von Afrika richtet und den Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan verlangt, sucht er fieberhaft nach den Tätern. Sind es tatsächlich islamistische Gotteskrieger, wie das Bundeskriminalamt vermutet? Denn Spuren weisen auch zu Neonazis, kommunistischen Untergrundkämpfern und zu als Einzelkämpfer ausgebildeten Angehörigen von Spezialeinheiten aus der ehemaligen DDR.
Bratfisch, der selbst Fallschirmjäger in der Nationalen Volksarmee war, ermittelt zusammen mit seiner Kollegin Mandy Thi Pham auch in einem Mordfall. Bei dem Toten, der am Strand von Göhren auf Rügen gefunden wurde, handelt es sich um Helmut Melz, der als Ausbilder von ausländischen Partisanen an der Offiziershochschule der Nationalen Volksarmee der DDR in Prora tätig war. Die beiden Kriminalisten suchen zunächst im privaten Umfeld des Ermordeten nach dem Täter, stoßen aber schnell auf Spuren aus dessen geheimer DDR-Vergangenheit. Als sie die Verbindung zwischen dem Mord und dem geplanten Terroranschlag auf die Rügenbrücke entdecken, ist der Konflikt der sturen Insulaner mit den Antiterror-Experten des Bundeskriminalamts unvermeidlich.
Klaus Scheld verbindet in „Aktion Störtebeker“ Elemente eines Regionalkrimis, der auf Deutschlands größter Insel spielt, mit einer brandaktuellen Thrillerhandlung und dem Ausflug in die DDR-Vergangenheit. Sein Held Kurt Bratfisch steht vor großen inneren Konflikten, als er nach und nach die Wahrheit erfährt. Denn 20 Jahre nach der Wende ist auch der ehemalige Volkspolizist mit vielen Entwicklungen in diesem Land nicht einverstanden und engagiert sich – als bisher erster Kommissar in der deutschen Krimilandschaft – in der Linken.
Auf einer zweiten Erzählebene erhalten die Leser in einer Rückblende Einblicke in die Denkweise des Anführers der Terroristengruppe, der in einem Trainingscamp im Ausland militärisch gedrillt wurde. Was bewegt einen Menschen, diese Strapazen auf sich zu nehmen. Und was empfindet er, wenn wegen einer vermeintlich „heiligen Sache“ das Leben unschuldiger Mensch aufs Spiel gesetzt wird? Der Roman, dessen Handlung frei erfunden ist, entschuldigt nicht die Handlungen der Attentäter. Aber er versucht, deren Denkweise und Gefühle nachvollziehbar zu erklären.
Klaus Scheld (54), der als Wolfgang Müller in Hessen geboren wurde und als freier Journalist arbeitet, hat für sein Krimi-Debüt umfassend in den Archiven recherchiert und dabei manch neue Tatsache ans Tageslicht geholt. Das gilt auch für sein Pseudonym, dessen Namen er von einem heute weithin unbekannten Wegbegleiter Klaus Störtebekers übernommen hat. Die Entstehung des Politthrillers wird seit vergangenem Jahr im Online-Arbeitsjournal www.aktion-stoertebeker.de begleitet. Und auch der fiktive Kommissar Bratfisch hat seit einigen Wochen unter http://linkeblogs.de/stoerti/ ein eigenes Weblog, in dem er aus der Polizeiarbeit berichtet.
Titelinformation:
Klaus Scheld: Aktion Störtebeker, BOD, Paperback, 200 Seiten, ISBN 978-3-83911-524-4 13,90 €
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