Pressezentrum

für den Rügen-Krimi “Aktion Störtebeker”

Erster Krimi in Deutschland mit einem linkem Kommissar

04.07.09

Aktion Störtebeker: Kommissar Bratfisch zwischen allen Stühlen

Klaus Scheld veröffentlicht Thriller zur Bundestagswahl 2009

Mit Peter Sodann kandidierte in diesem Jahr erstmals ein bekannter Fernsehkommissar für die Linke als Bundespräsident. Doch der Tatort-Held Bruno Ehrlicher ist eine Ausnahme. Linke Ermittler gab es bisher in der deutschen Krimilandschaft noch nicht. Doch jetzt kommt Kurt Bratfisch, der auf der Insel Rügen Mörder jagt und einen Terroranschlag auf die einzige Verbindung zum Festland verhindert.

In seinem Krimi-Debüt „Aktion Störtebeker“ hat der Autor Klaus Scheld ein gespenstisches Szenario in eine der schönsten deutschen Landschaften verlegt. Mitten im Wahlkreis der deutschen Bundeskanzlerin soll von Terroristen das jüngste Wahrzeichen der Ostsee-Insel – die neue Rügenbrücke – in Schutt und Asche gelegt werden. Für Kommissar Kurt Bratfisch von der Kripo in Stralsund beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit. Gleichzeitig muss er zusammen mit seiner Kollegin Mandy Thi Pham auch noch einen Mordfall aufklären.

Bei dem Toten, der am Strand von Göhren auf Rügen gefunden wurde, handelt es sich um Helmut Melz, der als Ausbilder von ausländischen Partisanen an der Offiziershochschule der Nationalen Volksarmee der DDR in Prora tätig war. Die beiden Kriminalisten suchen zunächst im privaten Umfeld des Ermordeten nach dem Täter, stoßen aber schnell auf Spuren aus dessen geheimer DDR-Vergangenheit. Als sie die Verbindung zwischen dem Mord und dem geplanten Terroranschlag auf die Rügenbrücke entdecken, ist der Konflikt der sturen Insulaner mit den Antiterror-Experten des Bundeskriminalamts unvermeidlich. Denn die haben ihre eigene Theorie zu den Tätern.

Kurt Bratfrisch, früher DDR-Volkspolizist und SED-Mitglied, betätigt sich heute aktiv bei der Linken. Besserwessis, Karrieristen, Bürokratie und die schlechte Ausstattung der Polizei sorgen bei ihm für ständigen Verdruss und immer wieder stellt er sich deshalb die Frage, ob er wirklich weiter für diesen Staat arbeiten will? Sein aktueller Fall führt bei dem Kommissar, der als Witwer zusammen mit einem Kater im Plattenbau lebt, zu weiteren Gewissenskonflikten. Denn als die Spuren in Richtung ehemaliger Mitglieder von DDR-Spezialeinheiten und kommunistischer Untergrundkämpfer weisen, will er Menschen mit ähnlichen politischen Zielen nicht unbedingt der bundesdeutschen Justiz ans Messer liefern. Doch schließlich siegen sein Gerechtigkeitssinn und die professionelle Herausforderung, Straftäter – unabhängig von ihrer Gesinnung – hinter Schloss und Riegel zu bringen.

Klaus Scheld verbindet in „Aktion Störtebeker“ Elemente eines Regionalkrimis, der auf Deutschlands größter Insel spielt, mit einer brandaktuellen Thrillerhandlung und dem Ausflug in die DDR-Vergangenheit. Kurt Bratfisch hatte es schon damals nicht leicht, weil er offen seine Meinung vertrat. Und auch heute muss er in seiner eigenen Partei mit vielen Widerständen kämpfen. Für viele jüngere Mitglieder ist er der „Bulle“, der bei Demonstrationen auf der anderen Seite steht. Seine Kollegen halten ihn dagegen für einen „linken Spinner“, dessen Karriere deshalb am Ende ist. Doch Kommissar Bratfisch hat sich entschieden: Nie mehr wieder will er sich aus Opportunismus verbiegen und Ungerechtigkeiten in diesem Land zulassen.

Klaus Scheld (54), der als Wolfgang Müller in Hessen geboren wurde und als freier Journalist arbeitet, hat für sein Krimi-Debüt umfassend recherchiert und mit etlichen Polizeibeamten gesprochen. Auch aus den Archiven holte er manch neue Tatsache ans Tageslicht. Das gilt auch für sein Pseudonym, dessen Namen er von einem heute weithin unbekannten Wegbegleiter Klaus Störtebekers übernommen hat. Die Entstehung des Politthrillers wird seit vergangenem Jahr im Online-Arbeitsjournal www.aktion-stoertebeker.de begleitet. Und auch der fiktive Kommissar Bratfisch hat seit einigen Wochen unter http://linkeblogs.de/stoerti/ ein eigenes Weblog, in dem er aus der Polizeiarbeit berichtet.

Titelinformation:

Klaus Scheld: Aktion Störtebeker, BOD, Paperback, 200 Seiten, ISBN 978-3-83911-524-4 13,90 €

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